Begegnungen auf dem Wege
(translation)
Klara Hagemann
Es war September 1969. Seit zwei Jahren wohnten wir in unserem neuen Haus
in Münster, Parkallee 22. Wir – das sind mein Mann Bernfried Hagemann,
meine Tochter Inge, Jahrgang 1960, meine Tochter Ute, Jahrgang 1961, mein
Sohn Dirk, Jahrgang 1967, und ich.
Mein Mann und ich waren 41 Jahre alt. Wir hatten es geschafft.
Wir wohnten in unserem eigenen Heim. – Viel Ärger hatte es gegeben mit
dem Hausbau. Und die Finanzierung war nicht so geraten, wie wir uns das hätten
erhoffen dürfen. Jahrzehnte mit hohen Abzahlungsraten lagen vor uns.
Trotzdem waren wir dankbar. Es war Frieden im Land – wer den Druck des
Nationalsozialismus und die Schrecken des Krieges erlebt hat, weiß
das zu schätzen - , wir hatten drei gesunde Kinder und unsere feste
Bleibe.
Sollten wir uns jetzt in Selbstzufriedenheit ergeben?
Sollten wir von nun an nur noch uns leben?Die Welt ist groß, und viele Menschen gibt es. Manchen fehlt die Möglichkeit, menschenwürdig zu leben. Austausch ist nötig. Ein wenig Interesse und der Wille zum Helfen seitens der Bessergestellten kann die Welt verändern und zum Leben ermuntern.
Ich betete, Gott möge mir zeigen, wo ich helfen kann.
In Frage kam eigentlich nur eine Arbeit, die ich zu Hause ausführen
konnte, die nicht die Teilnahme an Tagungen und großen Reisen erforderte
und nur geringe Kosten verursachte, denn ich wollte meine Familie nicht vernachlässigen
und weiter für meine Mutter und meine Schwiegermutter sorgen können.
– Mein Schwiegervater war 1963 und mein Vater war am Pfingstsonntag 1969
verstorben. – Eine Hilfe im Haushalt oder bei den Kindern hatte ich nicht.
Zu der Zeit war eine kleine Türkin in der Klasse meiner Tochter Ute.
Sie war noch nicht lange in Deutschland. Ihre Mutter lebte noch in der Türkei.
Ihr Vater und mehrere Verwandte von ihr wohnten in einem Altbau in unserer
Nähe zur Miete.
Diese kleine Türkin war ein freundliches Kind. Sie war glücklich,
wenn sie bei uns sein durfte. Sie war uns nie lästig, wir hatten sie
gern und nahmen sie manchmal mit zu Besuchen in der Verwandtschaft.
Ich sah in dieser kleinen Türkin schon einen „Wink des Himmels“ und
glaubte, es sei meine Aufgabe, mich um ausländische Kinder zu kümmern,
um ihnen die Eingliederung in Deutschland zu erleichtern.
In diesen Tagen – es war immer noch Herbst 1969 – rief uns unsere Tante,
Witwe Aenne Meyer, Bäuerin und Landwirtschaftsmeisterin in Telgte, an.
Sie bildete Lehrlinge aus und hatte durchweg zwei oder drei Mädchen
in ihrem Betrieb zu betreuen. Sie sagte: „Wollt Ihr kommen? Die Mädchen
haben Kuchen gebacken. Ihr könnt ihn probieren.“ Ich fragte: „Dürfen
wir außer unseren Kindern auch ein türkisches Mädchen mitbringen?“
Das bejahte sie.
Die Kinder waren begeistert, denn auf einem Bauernhof gibt es immer viel
zu sehen – vor allem die Kälbchen. Und es gibt viel Platz zum Toben.
– Am Kaffeetisch trafen wir außer unserer Tante Aenne einen indischen
Priester aus der Diözese Jabalpur. Er war schon in den 1950er Jahren
während seines Studiums in Rom öfter auf dem Hof in Telgte gewesen.
Damals lebte unser Onkel, Alois Meyer, der Bruder meiner Schwiegermutter,
noch. Er verunglückte im Januar 1959 tödlich.
Der Priester aus Jabalpur hatte in Süddeutschland eine Krankenschwester
kennengelernt, die in den Jahren 1951/52 unsere Tante Aenne nach einem Unfall
auf ihrem Hof gepflegt hatte. Diese Krankenschwester hatte bei unseren Verwandten
angefragt, ob sie Father X für eine Weile aufnehmen würden. Er
würde gern Norddeutschland kennenlernen.
Jetzt erholte sich Father X nach einem Unfall 1965 in Indien von einer Operation,
die im November 1968 nach Vermittlung von Freunden in Wien durchgeführt
worden war.
Wir kamen schnell ins Gespräch. Father X gefiel es wohl, dass wir uns
um ein türkisches Kind kümmerten. Er fasste Vertrauen und fragte
uns, ob er uns in Münster besuchen dürfe.
Zunächst war es nur ein kurzer Besuch, aber dann nahmen wir Father
X bei uns auf. – Indien war immer schon eine Sehnsucht von mir. In den vielen
interessanten Gesprächen rückte es mir so nahe.
Wir redeten selbstverständlich auch über die Arbeit in der Diözese
Jabalpur. Manche Aufgaben und Pläne interessierten mich sehr. Mir wurde
schnell klar, dass Hilfe von außen kommen musste, um die Projekte zu
verwirklichen. Ich war begeistert zu helfen und schrieb in dieser Begeisterung
einen Brief an Bischof Leobard D`Souza. Was ich geschrieben habe, weiß
ich heute nicht mehr, aber ich erinnere mich, dass ich plötzlich Bedenken
hatte: - meine lockere Art – Hausfrau in Deutschland – Bischof in Indien
– andere Sitten – andere Kulturen – mein unzulängliches Englisch? –
Ich zerriß den Brief. Er landete im Papierkorb.
Hier ging die Arbeit weiter. Wir machten Father X mit unseren Freunden bekannt
und vermittelten ihn an uns bekannte Pfarrer in Münster und vor allem
im Gebiet um Lingen (Ems), meiner früheren Heimat. Fast Sonntag für
Sonntag fuhr mein Mann Father X und die ganze Familie zu irgendeiner Kirche
im Umkreis, in der Father X predigen und für die Diözese Jabalpur
kollektieren durfte. – In den Jahren 1969/70 waren unsere Kirchen hier gut
besucht und die Gläubigen spendeten reichlich. – Es kam viel Geld zusammen,
das Father X in Verwaltung nahm.
Wir freuten uns über die Erfolge von Father X und machten ihn mit immer
mehr Freunden bekannt. So vermittelte ich ihn auch an Lehrpersonen am Gymnasium
in Thuine, das ich früher besucht hatte. Für mehrere Wochen war
er im dortigen Kloster St. Georgstift zu Gast. – Hier in Münster versuchten
wir, seine Kontakte zum Bistum enger zu schließen. Es war bereits durch
unsere Tante Aenne über den Kirchenmaler Baur in Telgte eine Verbindung
zu Weihbischof Böggering geschaffen worden. Weihbischof Böggering
war Leiter der Fachstelle Mission – Entwicklung – Frieden im Bistum Münster.
Wenn man einen Antrag auf Unterstützung eines Projektes in der Diözese
Jabalpur stellen wollte, war er die richtige Adresse.
Ich weiß heute nicht mehr, wer Father X zu Weihbischof Böggering
gebracht hat. Er erreichte dort, dass das Bistum Münster sich bereit
erklärte, ein Projekt in Jabalpur zu fördern. Bischof Leobard D`Souza
wurde gebeten, entsprechende Unterlagen zu schicken. Und die schickte er
zu Händen von Father X an unsere Anschrift. Weil mein Mann sich für
Briefmarken interessierte, bekam er das Kuvert, und ich kontrollierte, ob
es auch wirklich leer sei. Es fand sich noch ein winziger Zettel darin. Darauf
stand: Dear X - - - I hope – this will break the ice - - Leo.
Dieses Zettelchen schlug die Brücke!
Es kam immer mehr Bewegung in die Sache. Sonntags fuhren wir weiterhin Father
X zu Kirchengemeinden. In der Woche telefonierte ich viel oder schrieb Stellen
an. Hier starteten wir eine Aktion, dort planten wir eine kleine Ausstellung.
Es machte Spaß - und an Ideen war kein Mangel.
Dann kam Ende Mai 1970 – wahrscheinlich auf Einladung des Bistums Münster
- Bischof Leobard D`Souza nach hier. Er wohnte im Priesterseminar, besuchte
uns aber mehrere Male zusammen mit Father X. Es war eine herrliche Zeit.
Sie endete am 14. Juni. An dem Tag kehrte Bischof Leobard mit Father X von
Thuine zurück. Wir hatten ihn nach dort gebracht und auch ihn mit meiner
früheren Englischlehrerin, einer Ordensfrau, bekannt gemacht. Er war
- zusammen mit Father X – im St. Georgstift einige Tage zu Gast gewesen.
Nun wurden beide von hier aus abgeholt nach Süddeutschland. Vorher hatte
Bischof Leobard noch unser Haus gesegnet und sich ins Gästebuch eingetragen.
Vor seinem Heimflug nach Indien schrieb uns Bischof Leobard einen Brief,
aber von Father X hörten wir nichts. Verwandte sagten uns, er mache
Urlaub. Als er endlich zurück kam, meinte er, er habe genug getan. Er
wolle auch nicht alles Geld nach Jabalpur schicken, sondern auch andere Stellen
in Indien unterstützen.
Mein Mann und ich waren irritiert.
Wann hat man als Priester (oder wann hat man als Eltern) genug getan? –
Kann man für eine bestimmte Stelle – hier namentlich für die Diözese
Jabalpur – sammeln und die Gelder an eine andere Adresse weiterleiten?
Ich stellte ihm diese Fragen, aber es gab keine Diskussion. Father X verließ
uns und kam im Pfarrhaus von Dreifaltigkeit bei Pfarrer Korte unter. Ich
leitete zwar seine Post weiter, aber es war ein gespanntes Verhältnis.
Ich war in Sorge, das Bistum Münster könne von den Unstimmigkeiten
erfahren und die Betreuung des Projektes in Jabalpur einstellen. Wir fragten
uns, wie unsere Freunde, vor allem unsere befreundeten Pfarrer reagieren
würden, wenn sie hören, dass die von ihnen für Jabalpur zur
Verfügung gestellten Gelder an andere Stellen fließen. Selbstverständlich
überlegten wir auch, ob wir etwas falsch gemacht hatten. Wir verstanden
die Reaktion von Father X nicht. Ich hatte doch schon in Erwähnung gezogen,
für das Bistum Amravati die Diözese Osnabrück um Unterstützung
zu bitten. – Als mir dann meine frühere Englischlehrerin, zu der Father
X einen guten Kontakt gefunden hatte, sagte, ich habe mich in die Entscheidung
eines Priesters nicht einzumischen, war ich zutiefst erschüttert und
wusste keinen Ausweg. Mein Mann riet mir, mich an Bischof Leobard zu wenden,
aber das kostete einige Überlegungen. Wer petzt schon gerne? Und waren
Bischof Leobard und Father X nicht Freunde? Sollte ich mich zwischen sie
– zwei Priester - stellen?
Ich entschied mich für einen kurzen Brief an Bischof Leobard: Wir haben
Probleme. Die Probleme, die wir haben, haben wir mit Father X. Was sollen
wir tun?
Bischof Leobard antwortete sehr schnell und bat mich, ihm zu schreiben,
was anliegt.
Das war nicht einfach. Es handelte sich um eine heikle Angelegenheit, die
kaum in Deutsch zu Papier zu bringen war – geschweige denn für mich
in Englisch. – Ich machte mich – etwas umständlich, um ja alles richtig
zu machen – an die Arbeit und schickte meinen Brief ab. Bischof Leobard erhielt
ihn und fällte seine Entscheidung.
Und dann brach es über mich herein. Ich erhielt einen Brief von Father
X und einen von meiner früheren Englischlehrerin – beide voller Schimpf,
der letztere dazu noch voll vernichtender Beleidigungen. Es tat unendlich
weh. – Wenn mich die Worte von Father X schon schwer trafen, so richtete
mich der Brief meiner früheren Lehrerin fast zugrunde. Kannte sie mich
denn nicht? – Ich litt unsagbar. Und was für Gedanken nahmen Besitz
von mir? - Es stand viel auf dem Spiel – nicht nur für die Sache der
Diözese Jabalpur.
Mein Mann sah mich leiden und suchte nach Auswegen. An meinem Geburtstag
1971 sagte er zu mir: „Ein Geschenk habe ich nicht, aber wir fahren heute
zum Geburtshaus Deiner ´heißgeliebten´ Lehrerin. Vielleicht
kommst Du auf andere Gedanken.“ – Nach einer knappen Stunde Fahrtzeit kamen
wir bei dem Haus an – einem Landgasthaus an der Landstraße Münster-Osnabrück.
(Es finden sich alle 20 bis 25 Km solche Gaststätten. Früher machten
hier die Fuhrleute nach einer Tagesreise mit ihren Pferden Station, um am
nächsten Morgen ausgeruht weiterfahren zu können.) –
Ins Haus trauten wir uns nicht. Wir gingen – mit den Kindern – in einen
Feldweg, der neben dem Anwesen her ins Weite führte. Wir gewannen freien
Blick in den Hinterhof. Ich sah Hühner am Misthaufen scharren. (Ich
kenne Mist von meinen vielen Kriegseinsätzen auf Bauernhöfen –
und ich liebe Hühner – Hähne noch mehr! – Wenn ich Bischof Leobard
an dieser Stelle das Stichwort „Hahnenschrei“ geben darf, wird er das bestätigen.)
Schlagartig wurde mir klar, dass die Welt voller Gegensätzlichkeiten
ist. Hier stand ich mitten im Landleben und erinnerte mich plötzlich
an den hervorragenden Deutsch- und Englischunterricht meiner früheren
Lehrerin, an ihre vortrefflichen Musikstunden und ihre wunderbare Alt-Stimme.
Wie begeistert war ich damals gewesen! - Sollte ich das alles vergessen?
Sollte ich ihr übel nehmen, dass sie sich verrannt hatte?
Und dann kam bald wieder ein Brief von Bischof Leobard. Von ihm fühlte
ich mich angenommen, er sagte Ja zu mir.
Ich kann nicht beschreiben, was das für mich bedeutete. – Ich konnte
wieder leben, ich konnte wieder arbeiten.
Ich richtete zwei Konten ein, eines bei der Sparkasse hier für
Messintentionen, die ich für Bischof Leobard von den befreundeten Pfarrern
bekam, und ein anderes Konto bei der Darlehenskasse im Bistum Münster
für Spenden, die für die Diözese Jabalpur eingingen. – Mit
Predigten und Kollekten lief nichts mehr. Ich suchte nach neuen Wegen.
Beim Stöbern in entsprechenden Zeitungen und Zeitschriften stieß
ich in KM = Die katholischen Missionen, Nr. 3 von 1970, auf ein Interview
mit unserem Bischof Heinrich Tenhumberg. Soweit ich mich erinnere, sagte
er darin, dass es für einen Christen nicht genüge, Beiträge
für eine Missionszeitung zu zahlen. Es sei mehr Einsatz nötig.
Er denke an Patenschaften (Patenschaften? – Damals herrschte noch der Gedanke
vor, wir seien die Gebenden. Erst die Zusammenarbeit zeigte, dass wir gleichzeitig
Beschenkte sind. Später kam der Begriff „Partnerschaft“ auf.), also
an Patenschaften, die Gruppen oder Gemeinden bei uns für Gemeinden oder
dergleichen in den Entwicklungsländern übernehmen. – In mir wurde
der Gedanke einer Partnerschaft von einer Gemeinde hier mit der Diözese
Jabalpur in Indien geboren. – Ich setzte einen entsprechenden Brief auf,
ging zu Weihbischof Böggering und fragte ihn, ob ich in dieser Sache
Pfarreien in meiner Nähe ansprechen dürfe. Er war damit einverstanden.
In meiner Pfarrei St. Konrad erhielt ich eine Absage. – Wir hatten damals
5 Missionare aus der eigenen Gemeinde in Entwicklungsländern im Einsatz,
für die zu sorgen war. – St. Konrad erklärte sich aber bereit,
Bischof Leobard D`Souza als sechsten Missionar – aus der Gemeinde! – anzuerkennen
und seine Arbeit in Indien entsprechend zu unterstützen.
Bei einer zweiten Pfarre stieß ich wieder auf ein Nein, aber bei
der dritten, der Pfarrgemeinde St. Margareta, traf ich auf Interesse. Die
Gemeinde hatte ihre neue Kirche so ziemlich bezahlt und wollte sich nun im
sozialen Bereich engagieren. Es sollte ein Projekt sein, das mit Kirche zu
tun hat und in besonderer Weise Benachteiligte berücksichtigt.
Die Diözese Jabalpur sah für mich in diesem Fall „wie maßgeschneidert“
aus, aber von heute auf morgen lassen sich große Pläne nicht verwirklichen.
Die Gemeinde mit ihren Gläubigen, ihrem Pfarrer, dem Kirchenvorstand
und Pfarrgemeinderat musste erst einmal Informationen bekommen. Was trat
mit der Diözese Jabalpur auf die Pfarrei St. Margareta in Münster
zu? – Absprachen mit dem Referat Mission-Entwicklung-Frieden im Bistum mussten
getroffen werden. Sollte nicht auch die Missionszentrale in Aachen befragt
werden?
Es war inzwischen Frühsommer 1973 – Dirk wurde eingeschult. – Die
Pfarrgemeinde St. Margareta suchte eine Hilfskraft für das Pfarrbüro.
Ich bewarb mich um diese Stelle – drei Stunden Arbeitszeit am Vormittag von
Montag bis Freitag – und erhielt sie. Jetzt war ich „nah am Ball“.
Endlich – es war Sommer 1975 – war die Sache perfekt. Die Pfarrgemeinde
St. Margareta ging eine Partnerschaft mit der Diözese Jabalpur ein.
Großes war erreicht, aber – fast zeitgleich – im August 1975 zog der
Papst Bischof Leobard D`Souza von Jabalpur ab und ernannte ihn zum Erzbischof
von Nagpur. Damit hatte hier niemand gerechnet. – Die Pfarrgemeinde St. Margareta
richtete eine entscheidende Frage an mich: „Frau Hagemann, noch sind wir
am Anfang. Was wollen Sie? Soll die Partnerschaft auf die Diözese
Jabalpur oder auf Erzbischof Leobard D`Souza und seine neuen Aufgaben ausgerichtet
werden?“ – Ich riet, bei der Partnerschaft mit der Diözese Jabalpur
zu verbleiben. Jabalpur ist eine junge Diözese. – Bischof Leobard war
nach dem Niederländer Bischof Dubbelman O. Praem. erst der zweite Bischof
dort gewesen. – Jabalpur ist ein Bistum mit weiten Landstrichen und vielen
Analphabeten – Entwicklungsgebiet. Bischof Leobard, der viele Jahre in Jabalpur
gelebt hat, liebte seine alte Diözese und ihre Menschen. Das wusste
ich.
Und ich? – Durch die vielen Gespräche, Briefe, Fotos und durch
INTER NOS war mir Jabalpur ans Herz gewachsen. Obwohl ich nie dort gewesen
bin, war ich mit verschiedenen Distrikten und ihren Einrichtungen vertraut.
– Trotzdem war mir die Entscheidung – ich konnte niemanden befragen – nicht
leicht gefallen, denn ich wusste, dass als Gegenüber in einer Partnerschaft
Bischof Leobard D´Souza mit seiner Art, seinen Fähigkeiten,
Erfahrungen und Verbindungen die geeignete Kontaktperson gewesen wäre.
Zur Verleihung des Palliums durch den Papst war er in Rom. Von dort
machte er einen Abstecher nach Münster. Er feierte mit der Pfarrgemeinde
St. Margareta Eucharistie und bedankte sich in seiner Predigt im Namen der
Diözese Jabalpur für die eingegangene Partnerschaft. In seinen
ersten Worten sagte er: „Dies ist für mich die Erfüllung eines
Traumes.“
Der Start in die Partnerschaft blieb schwierig. Es herrschte zu der
Zeit Ausnahmezustand in Indien. Es durfte kein neuer Bischof in Jabalpur
eingesetzt werden. Der Augenarzt Father Xavier Barrett war Generalvikar und
damit der zuständige Ansprechpartner. Er arbeitete aber weit entfernt
im Katra-Hospital und kam nur alle 14 Tage nach Jabalpur. Ich bekam nur einige
Briefe von ihm. Die Korrespondenz lief hauptsächlich über den Sekretär
im Bischofshaus, Father Jose Koikara. – Die Pfarrgemeinde St. Margareta hatte
sich verpflichtet, vierteljährlich eine Kollekte für die
Diözese Jabalpur zu halten. Der Erlös sollte da Verwendung finden,
wo das Geld am dringendsten nötig war. Es sollten von drüben aus
jeweils entsprechende Anliegen genannt werden. Das gestaltete sich schwierig.
Wer war unter den gegebenen Umständen in der Lage, die Dinge zu überblicken
und entsprechende Entscheidungen zu treffen?
Am 31. März 1977 bekam Jabalpur dann endlich einen neuen Bischof:
Theophane M. Thannickunnel O. Praem.. Als er am 16./17. Juni 1979 die Pfarrei
St. Margareta von der Abdij van Berne in Heeswijk, Niederlande, aus zum ersten
Mal besuchte, war die Begeisterung groß. Viele wollten ihrem Partner-Bischof
und seiner Diözese spontan helfen. Wie war das am ehesten möglich?
– Es bildeten sich allmählich kleine Gruppen, die über Hilfsmaßnahmen
nachdachten. Das Interesse und der Einsatz wuchsen. Im Februar 1982 gab ich
dann die gesamte Arbeit für die Diözese Jabalpur in die Hände
von St. Margareta. (Seit dem Herbst 1977 war ich nicht mehr im Pfarrbüro
tätig.) Was die Pfarrgemeinde ab 1982 aus ihrer Aufgabe machte, ist
unbeschreiblich.
Der Einstieg war ein Hungermarsch. – Ich glaube, er wurde von einem
Gymnasiasten aus der Gemeinde inszeniert. – Die Aktion erbrachte über
80.000,- Deutsche Mark. Von dem Geld konnten eine Ambulanzstation in Damoh
und eine Station in Chabi errichtet werden. – Inzwischen war ein Verein gegründet
worden: Der Basisgesundheitsdienst für die Partnerdiözese Jabalpur/Indien
in der Pfarrgemeinde St. Margareta, Münster.
Leute aus der Gruppe machten sich auf den Weg nach Indien. Sie besuchten
ihre Partner-Diözese, um an Ort und Stelle zu sehen, wie geholfen werden
kann. Mit diesem Besuch war das geschaffen, was Bischof Leobard sich immer
so sehr gewünscht hatte: Der Austausch.
Es ist nicht zu beschreiben, was sich danach in St. Margareta bewegte.
Die Begeisterung und der Einsatz sind bis heute grenzenlos. Und der Erfolg
ist unsagbar groß. Wer die Diözese Jabalpur besucht, stößt
immer wieder auf Einrichtungen, die das Hilfswerk Basisgesundheitsdienst
ermöglicht hat. Ich bin der Meinung, dass der Einsatz und der Erfolg
dieses Vereins in der Bundesrepublik Deutschland einmalig sind.
Ich hatte am 11. Februar 1982 das von mir errichtete Spendenkonto für
Jabalpur bei der Darlehenskasse im Bistum Münster aufgelöst und
das kleine Restguthaben auf das neu errichtete Spendenkonto für die
Diözese Jabalpur überwiesen. Weiterhin führte ich das Konto,
das ich 1975 bei der Darlehenskasse im Bistum Münster für die Erzdiözese
Nagpur errichtet hatte, und das Konto, auf das nach wie vor von den befreundeten
Pfarrern Messintentionen für Bischof Leobard eingingen. Ich schaffte
es nicht, für Nagpur eine größere Sache ins Leben zu rufen.
Die Gründung eines Vereins zu Gunsten der Erzdiözese klappte in
meiner Pfarrei St. Konrad nicht. An eine solche Gründung für Jabalpur
war auch schon 1971/72 nicht zu denken gewesen.
Die Pfarrgemeinde St. Konrad und die hiesige Pleisterschule unterstützten
aber verschiedene Aktionen für die Erzdiözese Nagpur. Und Bischof
Leobard fühlte sich bei seinen Besuchen in St. Konrad in Gemeinde und
Schule wie zu Hause. Es kamen auch von Freunden, Bekannten und dem Bistum
Münster einige Spenden für Nagpur zusammen, so dass Projekte dort
Unterstützung fanden.
Erzbischof Leobard D`Souza hatte als Leiter der Indischen Caritaskonferenz
(Caritasarbeit beinhaltet in Indien auch Missions- und Entwicklungshilfearbeit)
und als stellvertretender Leiter der Asiatischen Bischofskonferenz oft in
Rom zu tun – und manchmal auch in Deutschland (Eröffnung einer Fastenaktion
Misereor, Besuche bei der Zentrale in Aachen, Caritaskonferenz in Limburg
usw.). Wenn es ihm möglich war, besuchte er dann auch uns. Er wurde
entweder von Freunden gebracht oder wir holten ihn irgendwo ab. Es gibt für
jeden in meiner Familie – außer für einen – und auch für
meine Freunde und Bekannten ein Füllhorn voller wunderbarer Erinnerungen
an diese Zeiten. Ich könnte ein Buch darüber schreiben. Das würde
natürlich den Rahmen dieses Berichtes sprengen, aber ein kleines Geschehnis
am Rande will ich doch einfügen. – Ich hatte Bischof Leobard von hier
aus mit dem Zug nach Aachen begleitet, er hatte dort bei Missio und auch
bei Misereor zu tun. Nach einer Konferenz bei Misereor (ich hatte in der
Eingangshalle gewartet) war Bischof Leobard auf dem Gang im Gespräch
mit einem älteren Monsignore, der in den 1930er Jahren (vielleicht auch
schon in den 1920er Jahren) in der Mission in Indien tätig und dort
von Aachen aus als Koordinator für die Missionsarbeit eingesetzt gewesen
war. Der Monsignore interessierte sich, was aus den einzelnen Missionsstationen
geworden war. Er fragte Bischof Leobard auch nach einem Ort, dessen Namen
ich nicht behalten habe, und sagte: „Dort habe ich sehr gern gearbeitet.
Ich fand große Unterstützung durch einen Lehrer, der übrigens
auch D`Souza hieß – wie so viele in Indien.“ Bischof Leobards Augen
blitzten auf: „Das war mein Vater. Erzählen Sie mir von meinem Vater!“
(Bischof Leobard hat seinen Vater früh verloren. Ich glaube, er war
erst sieben Jahre alt, als der starb.)
Mit der Emeritierung von Herrn Erzbischof Leobard D`Souza habe ich zum
Ende des Jahres 1998 – ich war damals 70 Jahre alt – meine Arbeit für
die Erzdiözese Nagpur beendet. Ich habe alle entsprechenden Freunde
und Bekannten mündlich oder in Briefen gebeten, die Beziehung zur Erzdiözese
Nagpur weiterhin zu pflegen und Herrn Erzbischof Abraham Viruthakulangara
nicht im Stich zu lassen.
Die beiden Konten habe ich aufgelöst und die Restguthaben an Erzbischof
Abraham transferiert. Gleichzeitig habe ich Erzbischof Abraham eine Aufstellung
mit den Namen aller, die von hier aus Kontakt mit Nagpur hatten und an der
Arbeit dort interessiert waren, übersandt.
Ich habe immer noch mein winziges Indisches Büro hier im Hause.
Es misst gerade fünf Quadratmeter und hat drei Türen. 1987 und
2002 hatten wir einen Wasserrohrbruch in diesem Raum, und jetzt – vor ein
paar Wochen – brach unter dem kleinen Büro das Abflussrohr. Es war viel
Arbeit, die Dinge auszuräumen – vor allem die vielen Aktenordner und
Belegmappen. – Zum Glück wurde von den Unterlagen nichts beschädigt.
Die Belege sind gut verwahrt. Jederzeit können sie eingesehen werden.
Ich kann über jede Deutsche Mark, die ich für Indien eingenommen
habe, Rechenschaft geben.
Einmal – es war noch vor seiner Emeritierung – hat mich Herr Erzbischof
Leobard gefragt: „Was glauben Sie, Frau Hagemann, wie viel Geld für
Indien haben Sie wohl durch dieses kleine Büro geschleust?“ – Ich wusste
es nicht. – Gemeinsam haben wir überlegt. Für Jabalpur? – Für
Nagpur? – Dann haben wir eine Summe geschätzt. Weil mir im Nachhinein
die Summe etwas hoch gegriffen schien, habe ich mir nach dem Abflug von Bischof
Leobard eine kleine Rechenmaschine gekauft. Ich wollte – mit entsprechenden
Angaben – die Beträge addieren, aber die Rechenmaschine steht noch heute
unbenutzt. Ich würde zum Auflisten aus den Mappen und Ordnern eine tüchtige
Hilfskraft benötigen und gewiss einen guten Tag Zeit. – Ist es wichtig,
die Summe zu wissen? – Nein, wichtig ist dies: Der Einsatz hat Freude hervorgezaubert!!
Fünfunddreißig Jahre Verbindung mit Indien liegen hinter
mir. Eine lange Zeit! Ein langer Weg! – Und wo sind die geblieben, die eine
Strecke weit mit auf diesem Weg waren?
Unsere Tante Aenne Meyer
Sie starb am 8. April 2000 im Kreise ihrer nächsten Angehörigen
auf ihrem geliebten Hof in Telgte. In meiner Erinnerung lebt sie weiter –
und das besonders in dem guten Kontakt zu ihrer Tochter Dr. med. Marianne
Meyer in Münster.
Die kleine Türkin
Sie war noch oft bei uns, aber bald besuchten die Mädchen verschiedene
Schulen. Die Kleine gewann neue Freundinnen, und wir verloren sie aus den
Augen. Nach Jahren traf ich sie in einem Lebensmittelgeschäft. Sie
war eine hübsche, freundliche, couragierte junge Frau geworden. Im kurzen
Gespräch sagte sie: „Erinnern Sie sich noch? Sie haben damals für
Inge, Ute und mich Karnevals-Kostüme genäht. Ich durfte einmal
Prinzessin sein!“
Father X
Es gab nie ein Wiedersehen. Hören ließ er auch nichts von sich.
Verwandte aus der Familie meines Mannes erzählten mir, er sei nicht
nach Indien zurückgekehrt, er habe – wohl im Rheingebiet – eine Anstellung
als Pfarrer bekommen. Später soll er Krankenhausseelsorger gewesen und
auch jetzt noch in einem Hospital oder Altenheim tätig sein. – Als er
1969/70 bei uns war, hatte er oft von Priestern aus Indien gesprochen, die
in Europa – vor allem in Deutschland – eine Anstellung gefunden hatten. Er
hat seinen Weg genommen. – Und Gott begleitet den Menschen auf dem Weg, den
er geht.
Meine Englischlehrerin
Jahre nach 1971 haben wir noch einmal miteinander gesprochen. Nach dem Gespräch
schickte sie mir zwei Tonband-Kassetten, die sie für mich mit Gedichten
aus dem Althochdeutschen besprochen beziehungsweise mit Chorliedern besungen
hatte. Leider war ihre Stimme damals schon gebrochen. – Sie starb dann auch
bald. Ich war zu ihrem Begräbnis in Thuine.
Bischof Leobard
Seine Exzellenz Erzbischof, em., Leobard D`Souza
Er lebt noch! – Und dafür bin ich Gott dankbar. – Und die Verbindung
zu ihm steht noch! – Dafür danke ich Gott und auch ihm. –
Ich möchte diesen Kontakt nie verlieren. Er bedeutet mir unendlich
viel. Von meinen vielen Freunden ist Bischof Leobard am weitesten von mir
entfernt – und doch ist er mir am nächsten. Wir sprechen verschiedene
Sprachen - und doch verstehen wir uns bestens. Er ist hier präsent.
So viele Erinnerungen, Gespräche, Gedanken und auch Träume lassen
ihn nah sein.
Und was bewirkt seine Nähe? – Er weckt das Gute in mir und macht mich
froh und sicher.
- Wissen Sie nun, weshalb ich ihn so sehr schätze? –
Ich schreibe diesen Bericht aus Anlass des 75. Geburtstages von Herrn
Erzbischof, em., Leobard D´Souza am 18.Januar 2005.
Ich wünsche Herrn Erzbischof Leobard gute Gesundheit, damit er
auch weiterhin im Priesterseminar und im Bildungszentrum in Bangalore begeisternd
dozieren kann. Ich wünsche ihm die Kraft, auch ferner seine geliebten
Missionsstationen besuchen zu können, um mit seinen alten Diözesanen
Eucharistie zu feiern und Gespräche auszutauschen. Dazu wünsche
ich ihm, dass er in seinem Alltag viel Freude erfährt und die Nähe
Gottes spürt!
Diesen meinen guten Wünschen schließen sich an:
Mein Mann Bernfried
meine Tochter Inge und mein Schwiegersohn
Pit (Peter)
mit ihren Kindern Lorenz und Rosalie
meine Tochter Ute und mein Schwiegersohn
Lambert
mit ihrer Tochter Leonie
mein Sohn Dirk und meine Schwiegertochter
Sandra
mit ihrem Sohn Ben (von Benedikt).
Ben ist der einzige in der Familie, der Erzbischof Leobard noch nicht kennt.
Und erinnern kann er sich erst recht nicht an ihn. Er wurde am 16. Juni 2004
in Münster geboren.
Er lächelt schon. Und sein Lächeln gilt auch dem so sehr geschätzten
Freund der Familie im fernen Indien. Er wartet schon darauf, es ihm zu zeigen.
Gibt es ein Wiedersehen im Jahr 2005? – Meine Familie und ich – wir würden
uns sehr freuen.
2005 ist für Münster ein Jubiläumsjahr. Das Bistum Münster
besteht seit 1200 Jahren. 805 wurde es von Liudger gegründet. Er kam
aus Utrecht in den Niederlanden nach hier. Der erste Bischof von Utrecht
war Willibrord, 695 von Papst Sergius I. geweiht. Willibrord war mit dem
Großvater Liudgers befreundet.
Ich schreibe zur Zeit an der Familienchronik der Hagemanns aus Hagenort.
Den ersten urkundlichen Nachweis über die Hagemanns dort haben wir vom
14. Februar 1432, aber es hat schon viel früher an dieser Stelle eine
Ansiedlung gegeben. Unter dem 13. Mai 1276 wird der Ritter Ludolf von Hake
urkundlich erwähnt. Es gibt aber Vermutungen, wonach schon um 700 (vor
Bonifatius) erste Missionare dort gewesen sein sollen – nicht gerade Willibrord,
sondern eher sein Gefährte Suitbert.
Hagenort hatte schon früh eine Schule und von alters her eine Verbindung
zu den Niederlanden. Unsere Vorfahren haben sowohl von der Schulbildung als
auch von dem Kontakt zu den Niederlanden profitiert und dabei die Christliche
Botschaft nicht vergessen. – Ich sehe im frühen Hagenort eine Parallele
zu den Missionsstationen in Indien.
Lieber Herr Erzbischof Leobard, seien Sie ganz herzlich gegrüßt!
Gott segne Sie!
Münster, am Sonntag der Weltmission 2004, 24. Oktober
Ihre Klara Hagemann geb. Büring
Parkallee 22
D- 48155 Münster
Deutschland
Encounters on the Way
Klara Hagemann
It was September 1969. For two years we had been living in our new house
in Münster, 22 Parkallee. We–that is, my husband Bernfried Hagemann,
my daughter Inge born 1960, my daughter Ute born 1961, my son Dirk born 1967,
and myself
My husband and I were 42 years old. We had succeeded: we lived in our
own house. There had been much trouble with the building of the house and
the financing had not worked the way we had hoped. Dozens of years with high
payments stood before us.
In spite of that we were thankful. There was peace in the country. Anyone
who has experienced the pressure of national socialism and the terrors of
the war can appreciate that; we had three healthy children and our stable
dwelling.
Should we now abandon ourselves to self-satisfaction? From now on live
only for ourselves?
The world is big and there are many people. Many are deprived of the
possibility to live a worthy life. Exchange is necessary. A little interest
and the will to help on the part of the privileged ones can transform the
world and encourage to live.
I prayed that God might show me where I could be of help.
In fact only one kind of work was possible for me – something I could
do at home, which did not require participation at meetings and extensive
traveling, and caused only small expenses, for I did not want to neglect
my family and I wanted to continue to be able to care for my mother and my
mother-in-law. My father-in-law had died in 1963 and my father on Pentecost
1969. I had no help with the house or with the children.
At that time there was a little Turkish girl in my daughter Ute’s class,
recently arrived in Germany. Her mother was still in Turkey. Her father and
several relatives had rented an old house in our neighborhood. The little
Turk was a friendly girl. She was happy to spend time with us. She was not
a burden, we liked her and often took her to visit our relatives.
I saw in this little Turk a “sign of heaven” and believed it was my
task to take care of foreign children in order to facilitate their integration
in Germany.
In those days–Fall 1969–our aunt called us: widow Aenne Meyer, farmer
and trainer in agriculture in Telgte. She had apprentices in formation, two
or three girls on her farm. She said: “Would you like to come? the girls
have baked a cake, you could try it.” I asked: “May we, beside our children,
take a Turkish girl along?” She said yes.
The children were enthusiastic, for there is always much to see at a
farm, above all the young cows. And there is much room to run around. By
having coffee we met, in addition to our aunt, an Indian priest from the
diocese of Jabalpur. In the 1950s he had often been at the farm in Telgte
during his studies in Rome. At that time our uncle Alois Meyer, the brother
of my mother-in-law, was still alive; he had a fatal accident in January
1959.
The priest from Jabalpur had met in South Germany a nurse who in 1951-52
had cared for our aunt Aenne after an accident on the farm. This nurse asked
our relatives whether they would have Father X for a while: he would love
to get to know Nord Germany. At the moment Father X was convalescent after
an accident that had taken place in 1965 and after an operation which had
taken place in Vienna in 1968, thanks to friends.
Soon we were engaged in a conversation. Father X was pleased that we
were taking care of a Turkish child. Full of trust he asked us whether he
could visit us in Münster.
First it was a short visit, but then we received Father X as one of
us. India was always an object of nostalgia for me and, in the course of
many interesting conversations, it became more familiar.
Of course we also talked about work in the diocese of Jabalpur. Many
tasks and projects interested me. It soon became clear to me that help from
outside was necessary to realize the projects. I was full of enthusiasm and
in that state wrote a letter to Bishop Leobard D’Souza. I no longer know
today what I wrote then, but I remember that I suddenly had second thoughts:
my free manner, housewife in Germany, bishop in India, different customs,
different cultures, my poor English. I tore the letter and threw it into
the basket.
Here the work went on. We had Father X meet our friends and a vicar
we knew in Münster, and other people around Lingen (Ems), my earlier
town. Almost every Sunday my husband drove Father X and the entire family
to some church in the region where Father X preached and collected gifts
for the diocese of Jabalpur. In 1969-70 our churches were well attended and
the faithful gave generously. Much money was collected which Father X administered.
We were happy with Father X’s success and introduced him to more and
more friends. I also introduced him to teachers at the Gymnasium in Thuine,
which I had attended earlier. He spent many weeks there as guest of the cloister
St. Georg. Here in Münster we tried to build closer contacts to the
diocese. Already thanks to our aunt and the church painter Ludwig Baur a
connection to the auxiliary bishop Böggering was established, who was
the head of the organization Mission-Development-Peace in Münster. Should
a request for supporting a project in the diocese Jabalpur be made, this
was the right address.
I do not remember who took Father X to the bishop Böggering. He
managed to have the consent of the diocese Münster to second a project
in Jabalpur. Bishop D’Souza was asked to send the corresponding dossier.
He sent it to Father X at our address. Because my husband had interest in
stamps, he got the envelop; I checked whether it was empty. There was a tiny
piece of paper inside. On it stood: Dear X, I hope this will break the ice.
Leo.
This little piece of paper built a bridge.
Movement developed further. On Sundays we kept driving Father X to churches.
During the week I called or wrote many places. Here we began an action, there
opened a small exhibition. It was fun and there was no dearth of ideas.
Then at the end of May 1970, probably invited by the diocese Münster,
Bishop Leobard D’Souza came to Münster. He lived at the seminary but
visited us many times along with Father X. It was a great time. It ended
on 14 June. On that day Bishop D’Souza came back from Thuine with Father
X. We had driven him there and introduced him to my earlier English teacher,
a nun. He had spent, with Father X, a few days at St Georg. Then both were
taken from here to South Germany. Before that bishop Leobard had blessed
our house and had signed our guest book.
Before flying home in India bishop Leobard wrote a letter, but from
Father X we heard nothing. Relatives told us that he was on holiday. When
he finally came back, he said he had done enough. He did not want to send
all the money to Jabalpur but wanted to support other places.
That irritated my husband and me.
When had one as priest done enough? or a person as parent? Can one collect
money for a determined place–here the diocese Jabalpur–and send the money
to a different address?
I asked him the question, but there was no discussion. Father X left
us and found lodging in the parish Trinity with vicar Korte. I forwarded
his mail, but it was a stressed relationship. I was worried that the diocese
Münster could learn of the irregularities and put an end to the project
in Jabalpur. We wondered how our friends, above all our friends vicars, would
react when they hear that the moneys they had designed for Jabalpur were
landing elsewhere. Of course we wondered what we had done wrong. We could
not understand Father X’s reaction. I had already thought of asking the diocese
Osnabrück to help the diocese Amravati.
When my earlier English teacher, to whom Father X had found a good contact,
said that I should not get involved in the decision of a priest, I was deeply
shaken and did not know what to do. My husband advised me to turn to bishop
Leobard but that required some reflection. Who finds pleasure in denouncing?
Were not bishop Leobard and Father X friends? Should I stand between them,
two priests?
I decided to write a short letter to bishop Leobard. “We have problems.
The problems we have, we have with Father X. What should we do?”
Bishop Leobard answered immediately and asked me to write was it was
about.
It was not simple. It was a tricky affair, hard to describe in German,
still more for me in English. I went to work--somewhat in details, to make
everything clear– and sent my letter. Bishop Leobard received it and took
his decision.
Then it irrupted upon me. I received a letter from Father X and one
from my earlier English teacher, both full with complains, the latter with
devastating insults. It caused infinite pain. The words of Father X hit me
hard, but those of my teacher almost destroyed me. Did she not know me? I
suffered untold pain. And what kind of thoughts possessed me? There was much
at stake, not only for the cause of the diocese Jabalpur.
My husband saw my pain and looked for solutions. On my birthday 1971
he told me: “I have no present, but today we go to the birthhouse of your
‘beloved’ teacher. Perhaps will you get other thoughts.” After an hour drive
we arrived at the house, a country inn along the road Münster-Osnabrück.
(We find such inns every 20-25 km. In the past travelers stopped here at
the end of the day with their horses, and could rest and go further the next
morning.)
We did not enter the house. We took, with the children, a field trail,
that led away from the property. We had a good view into the back yard. I
saw chickens scratching in the dung heap (I know dung from my many war duties
on farms–and I like chickens, roosters still more! If I may give bishop Leobard
the label “rooster shout”, he will confirm that.)
Suddenly it became clear to me that the world is full with contradictions.
Here I stood in the middle of country life and remembered right away the
excellent German and English lessons of my teacher, her beautiful music lessons
and her marvelous alto voice. How I had been enthusiastic at that time! Was
I going to forget all that? Was I going to reproach her for having lost her
way?
Then soon I received again a letter from bishop Leobard. I felt accepted
by him, he was saying Yes to me. I cannot describe what that meant to me.
I was able to live again, to work again.
I opened two accounts, one at the Savings Bank here for mass intentions
which I received from befriended vicars for bishop Leobard, a second at the
Lending Bank in the diocese Münster for gifts destined for Jabalpur.
Nothing could any longer be done with sermons and collects: I looked for
new ways.
Browsing through newspapers and journals I hit, in The Catholic Missions
No. 3 of 1970, upon an interview with our bishop Heinrich Tenhumberg. As
far as I can remember, he was saying there that it is not enough for a Christian
to give money to a missionary publication. More commitment was expected.
He was thinking of “partnerships” (at that time the idea was still dominant
that we are the givers. Only the co-operation showed that we are at the same
time the recipients. Later the concept “partnership” came up). He was thinking
of groups or communities here that would take care of communities in developing
countries. I got the idea of a partnership of a community here with the diocese
of Jabalpur in India. I wrote a letter to that effect, went to bishop Böggering
and asked him whether I could contact parishes in my neighborhood for that
purpose. He agreed.
In my parish St. Konrad I got a refusal. We had at that time five missionaries
from our own community at work in developing countries and we had to support
them. But St. Konrad was ready to recognize bishop Leobard as sixth missionary–from
the community!– and to support his work correspondingly.
With my second vicar I received again a No, but with the third, the
parish St. Margareta, I met with interest. The parish had more or less finished
paying for the new church building and wanted to commit itself in the social
field. It had to be a project that had to do with the Church and was in a
special way geared to under-privileged.
The diocese Jabalpur appeared to me in this case like “custom made”
but great plans cannot be realized overnight. First information had to be
provided to the parish with its people, its vicar, the church board, the
church council. What was happening to the parish St. Margareta with the diocese
Jabalpur? Meetings with the organization Mission-Development-Peace in the
diocese had to take place. Should not the mission center in Aachen also be
consulted?
In was then early Summer 1973. Dirk was beginning school. The parish
St. Margareta was looking for somebody in the office; I applied for the post–three
hours in the morning Monday to Friday–and I got the job. Now I was “close
to the ball.”
Finally–Summer 1975–everything was perfect. The parish St. Margareta
entered a partnership with the diocese Jabalpur. Much was achieved but–almost
at the same time–in August 1975 the Pope took bishop Leobard D’Souza away
from Jabalpur and made him archbishop of Nagpur. Nobody had expected that.
The parish sent me a decisive question: “Ms. Hagemann, we are still at the
beginning. What do you want? Should the partnership be directed to the diocese
Jabalpur or to archbishop Leobard and his new duties?” I advised to stay
with the partnership with the diocese Jabalpur. Jabalpur is a young diocese,
bishop Leobard had been only the second bishop there after the Dutch bishop
Dubbelman, O. Praem. Jabalpur is a diocese with remote places and many areas
of development with illiterate. Bishop Leobard had lived many years in Jabalpur
and loved his old diocese and its people. I knew that.
And I? Through the many conversations, letters, photos and INTER NOS
Jabalpur has grown in my heart. I had never been there but I was familiar
with its diverse parts and organizations. Yet my decision was not easy, I
could not consult anybody and I knew that as partner in this enterprise bishop
Leobard would be the ideal contact person with his style, his abilities,
his experiences and connections.
He was in Rome for the reception of the pallium. From there he made
a detour via Münster. He celebrated the Eucharist with the parish St.
Margareta and in his sermon expressed thanks in the name of the diocese Jabalpur
for the initiated partnership. In his first words he said: “This is for me
the realization of a dream.”
The beginning of the partnership remained difficult. At that time India
was under state of siege. No new bishop could be installed in Jabalpur. The
eye doctor F. Xavier Barrett was general vicar and thus the competent person
to address. But he worked far away in Katra hospital and came only every
14 days to Jabalpur. I only received a few letters from him. The correspondence
went primarily via the secretary in the bishop house, F. Jose Koikara. The
parish St. Margareta had committed itself to have a collect for Jabalpur
four times a year. The money was supposed to be used where it was most needed.
Corresponding concerns had to be made known from there. That took form only
with difficulty. In those circumstances who was in the position to oversee
the affairs and to take adequate decisions?
On 31 March 1977 Jabalpur at last received a new bishop, Theophane M.
Thannickunnel, O. Praem. As he visited for the first time the parish St.
Margareta from the abbey van Berne in Heeswijk, Holland, there was much excitement.
Many wanted right away to help the partner-bishop and his diocese. How was
that to be done soon? Small groups were formed gradually and thought about
help measures. Interest and commitment grew. In February 1982 I left the
entire work for the diocese Jabalpur into the hands of St. Margareta (since
Autum 1977 I no longer worked in the parish office). What the parish achieved
since Autumn 1982 cannot be described.
The start was a hunger march. I think it was staged by a gymnasium student
from the community. The action brought in DM 80,000. With that money it was
possible to build an ambulance station in Damoh and a station in Chabi. In
the meanwhile an Association was founded: the Basis Health Service for the
partner diocese Jabalpur, India in the parish St. Margareta, Münster.
Members of the group went to India. They visited Jabalpur in order to
see on the spot how to help. With this visit was achieved what bishop Leobard
had always wanted: exchange. I cannot describe what went on afterwards in
St. Margareta. The excitement and the commitment are to date limitless. The
success is extremely great. Whoever visits the diocese Jabalpur finds again
and again installations made possible by the Basis Health Service. I believe
that the commitment and success of this association is unique in the Federal
Republic of Germany.
On 11 February 1982 I had closed the account I had opened for Jabalpur
at the Lending Bank in Münster and transferred the small rest over to
the newly opened account for the diocese Jabalpur. I continued to look after
the account opened in 1975 at the Lending Bank in Münster for the archdiocese
Nagpur, as well as the account on which still mass intentions from friendly
parishes were deposited for bishop Leobard. I was not able to start a bigger
thing for Nagpur. The foundation of an association on behalf of the archdiocese
did not work in my parish St. Konrad. Already in 1971-72 such a foundation
was not possible.
However the parish St. Konrad and the school of Pleister support diverse
actions for the archdiocese Nagpur. And bishop Leobard felt at home when
he visited community and school of St. Konrad. Some gifts came from friends,
acquaintances and the diocese Münster for Nagpur to support projects
there.
Archbishop Leobard often had work to do in Rome as leader of the Indian
Caritas Conference (Caritas work includes in India Mission and development
work) and as representative of the Asian conference of bishops, sometimes
also in Germany (opening of a fast action Misereor, visits at the Center
in Aachen, Caritas conference in Limburg, etc.). When he could, he visited
us. Friends took him to us or we went and drove him. For each in my family–except
for one–and also for my friends and acquaintances there are plenty of wonderful
memories of these times. I could write a book about it. That would of course
go beyond the limit of this report, but I wish to include a small event in
the margin. I had accompanied bishop Leobard on the train to Aachen, he had
something to do there at Missio and Misereor. After a conference at Misereor
(I had waited in the lobby) bishop Leobard was involved in a conversation
with an older Monsignor, who had been active in the mission in India in the
1930s (perhaps in the 1920s) and had been employed from there as coordinator
of the mission work. The Monsignor was interested to know what had become
of the individual mission stations. He asked bishop Leobard about a place
whose name I did not retain, and said: “There I had great pleasure to work.
I received much support from a teacher who happened to be called D’Souza,
as is the case with many Indians.” Bishop Leobard’s eyes flashed: “That was
my father. Tell me about my father.” (Bishop Leobard lost his father early;
I think he was only seven years old when the father died.)
When archbishop Leobard D’Souza retired, my work for the archdiocese
Nagpur was terminated (it was the end of 1998, I was then 70 years old).
I begged all friends and acquaintances, orally or by letter, to continue
the contact with the archdiocese Nagpur and not to let archbishop Abraham
Viruthakulangara down.
I closed the two accounts and transferred the remaining sum to archbishop
Abraham. At the same time I sent bishop Abraham a list of the names of all
here who had contact with Nagpur and were interested in the work there.
I still have my small Indian desk at home. It is five square meter and
has three doors. In 1987 and 2002 a water pipe broke in that room and now,
two weeks ago, a sewer pipe broke under the desk. Much work to move the things,
above all the filing cabinet and documents. Fortunately no damage was done
to the materials. The documents are well preserved and can be consulted at
any time. I can vouch for each DM that I received for India.
Once–it was before the retirement–archbishop asked me: “What do you
think, Ms. Hagemann, how much money for India have you handled on this small
desk?” I did not know. Together we considered. For Jabalpur? For Nagpur?
then we guessed a sum. Because afterwards the sum seemed to be exaggerated
quite a bit, after bishop Leobard’s departure I bought a small calculator.
I wanted to add up the contributions but the calculator is still there unused.
I would need a serious helper to check documents and orders and certainly
a full day. Is it important to know the sum? No, what is important is that
the work produced joy.
Thirty-five years of relationship to India are behind me. A long time!
A long way! And where are those who walked along on this way for a while?
Our aunt Aenne Meyer.- She died on 8 April 2000 surrounded by her nearest
relatives on her beloved farm in Telgte. In my memory she still lives, especially
in the good contact with her daughter Dr. med. Marianne Meyer in Münster.
The little Turkish girl. - She was often with us but soon she went to
different schools. The small one made new friends and we lost sight of her.
After years I met her in a grocery store. She had become a pretty, friendly,
courageous young woman. In the course of a short conversation she said: “Do
you remember? One day you sewed a carnival costume for Inge, Ute and me.
I could be a princess for once!”
Father X. - We never saw each other again. We heard nothing from him.
Relatives from the family of my husband told me that he did not go back to
India and he got a place as vicar in the Rhein area. Later he is supposed
to have been hospital chaplain and is still today active in a hospital or
retirement home. When he was with us in 1969-70 he often talked about priests
from India who had found a position in Europe (above all in Germany). He
took his way. And God accompanies one on the way one chooses.
My English teacher. - Years after 1971 we talked once more. After the
conversation she sent me two tapes she had made for me with poems in old-high-German
and choral songs. Unfortunately her voice was already in decline. She died
soon afterward; I went to her funeral in Thuine.
Bishop Leobard. - His Excellence Archbishop, em. Leobard D’Souza. He
lives still! And for that I thank God. And the link to him continues. For
that I thank God and him also.
I would like to keep this contact for ever. It means infinitely much
to me. Of all my many friends bishop Leobard is the one who lives the furthest
away but he is the one closest to me. We speak different languages but understand
each other perfectly. He is present here. So many memories, conversations,
thoughts and dreams make him near.
And what does his proximity effect? He awakes the good in me and makes
me happy and secure.
Do you know now why I esteem him so much?
I write this report on the occasion of the 75th birthday of the archbishop,
em., Leobard D’Souza, January 18 2002.
I wish archbishop Leobard good health, so that he can further teach
with enthusiasm at the seminary and in the training center in Bangalore.
I wish him the strength to be able to visit his dear mission stations, to
celebrate the Eucharist with his old colleagues and exchange with them. Also
I wish him to experience much joy in his daily life and to feel God’s nearness.
These good wishes are shared by
my husband Bernfried,
my daughter Inge and my son-in-law Pit (Peter) with their children Lorenz
and Rosalie,
my daughter Ute and my son-in-law Lambert with their daughter Leonie,
my son Dirk and my daughter-in-law Sandra with their son Ben (von Bebedikt!).
Ben is the only one in the family whom archbishop Leobard does not know
yet. And he can certainly not remember him: he was born on 16 June 2004 in
Münster. He smiles already. His smile is also for the much esteemed
friend of the family in the far India. He waits to show it to him.
Is there a get together in 2005? We would be delighted, my family and
myself. 2005 is jubilee year in Münster. The diocese has existed for
1200 years. It was founded in 805 by Liudger. He came here from Utrecht in
Holland. The first bishop of Utrecht was Willibrord, ordained in 695 by Pope
Sergius I. Willibrord was a friend of Liudger’s grand father.
At the moment I am writing the family chronicle of the Hagemanns from
Hagenort. The first indication of the Hagemanns there goes back to 14 February
1432, but there had already been a colony there much earlier. The knight
Ludolf von Hake is mentioned on 13 Mai 1276. But it seems that around 700
(before Bonifatius) the first missionaries had been there, not precisely
Willibrord but his companion Suitbert.
Hagenort had a school early and always a connection to Holland. Our
ancestors profited by schooling as well as by contact to Holland and thereby
the Christian message was not forgotten. I see in the old Hagenort a parallel
to the mission stations in India.
Dear Archbishop Leobard, wholehearted wishes! God bless you.
Münster, Sunday of the Woldmission, 24 October 2004
Klara Hagemann, née Büring
Parkallee 22
D-48155 Münster
Germany
(Translated by Gérard Vallée)